Wöchentlicher Kurs · 9 bis 16 Jahre

Young Teens & Teens

Krav Maga für Schülerinnen und Schüler

60 min · 6× pro WocheZwei Gruppen: 9–12 und 13–1632 EinheitenDeeskalation zuerst

Worum es geht

Selbstverteidigung, die zum Schulalltag passt

Jugendliche erleben Gewalt anders als Erwachsene. Der Konflikt beginnt selten nachts an der Bushaltestelle, sondern im Klassenraum, auf dem Schulhof, im Bus und im Gruppenchat – mit Sticheleien, mit Ausgrenzung, mit Anmache. Körperlich wird es erst ganz am Ende. Genau daran ist unser Teens-Programm ausgerichtet: Es setzt beim Reden an und wird erst dort körperlich, wo Reden nicht mehr weiterhilft.

Trainiert wird in zwei Gruppen. Die Young Teens (9 bis 12 Jahre) arbeiten spielerischer, mit viel Bewegung, Koordination und sehr klaren Regeln. Die Teens (13 bis 16 Jahre) trainieren näher am Erwachsenenprogramm: Mehr Tempo, mehr Kontakt, mehr Eigenverantwortung. Beide Gruppen lernen dieselben Prinzipien, nur in der Sprache und Intensität, die zum Alter passt. Wer 16 wird, wechselt nahtlos in den regulären Krav-Maga-Kurs.

Auftreten

Haltung, Blickkontakt, Stimme. Der größte Teil der Sicherheit entsteht, bevor überhaupt etwas passiert: Wer sicher auftritt, wird deutlich seltener ausgesucht.

Deeskalation

Konflikte früh erkennen, ansprechen, Hilfe holen, sich nicht provozieren lassen. Das ist die wichtigste Fähigkeit im ganzen Programm – und sie wird in jeder Einheit geübt.

Verteidigung

Und wenn es doch passiert: lösen statt eskalieren, kontrollieren statt zuschlagen – mit Techniken, die auch gegen größere und stärkere Gegenüber funktionieren.

Class Details

Auf einen Blick

Art

Selbstverteidigung, Life-Skills

Alter

Young Teens 9–12 · Teens 13–16

Dauer

60 min

Sprachen

deutsch, englisch

Schwierigkeit

Einsteiger – Fortgeschritten

Umfang

32 Einheiten

Termine

6× pro Woche

Einstieg

jederzeit möglich

Das Programm

32 Einheiten in fünf Blöcken

Das Teens-Curriculum umfasst 32 Trainingseinheiten, gegliedert in fünf Blöcke. Sie bauen aufeinander auf, hängen aber nicht voneinander ab: Jede Einheit funktioniert für sich. Deshalb kann man jederzeit einsteigen und muss nicht warten, bis der Zyklus wieder von vorn beginnt.

Block 1 · 9 Einheiten

Boden & Kontrolle

Fallen, ohne sich zu verletzen. Sicher wieder aufstehen. Am Boden nicht in Panik geraten, sondern Abstand herstellen und zurück auf die Füße kommen. Für Kinder und Jugendliche ist das der wichtigste Anfang – Rangeleien in dieser Altersgruppe enden fast immer am Boden.

Block 2 · 4 Einheiten

Clinch & Takedowns

Was passiert, wenn jemand festhält, schiebt oder zieht: Griffe kontrollieren, den Stand behalten, kontrolliert zu Boden bringen – und genauso wichtig: Kontrolliert zu Boden gehen.

Block 3 · 6 Einheiten

Schlagen & Treten

Saubere Grundschläge und Tritte. Wir unterrichten sie als Werkzeug für den Notfall und als Athletiktraining – ausdrücklich nicht als Mittel, einen Streit zu gewinnen. Regel 4 weiter unten gilt hier besonders.

Block 4 · 10 Einheiten

Angriffe ohne Waffen

Der größte Block und der mit dem meisten Alltagsbezug: Bedrohungen und Schübse, Handgelenkgriffe, Umklammerungen, Würgegriffe von vorn und von hinten, Angriffe an den Haaren. Also genau das, was auf dem Schulhof tatsächlich vorkommt.

Block 5 · 3 Einheiten

Extras

Zum Abschluss drei Einheiten, die über Selbstverteidigung hinausgehen: Abwehr gegen Schlagwerkzeuge, Grundlagen der Taktischen Medizin und richtiges Verhalten in Notlagen bis hin zur Amoklage im Schulkontext – altersgerecht und ohne Angstmacherei.

Zu jeder Einheit gehört ein Zusatzskill

Jede der 32 Einheiten hat neben der Technik einen zweiten Schwerpunkt: Klettern, Springen, Kraftübungen, Koordination, Beweglichkeit – und immer wieder Deeskalation und Erste Hilfe. Für die Kinder sind das Spiele und kurze Challenges. Am Ende eines Zyklus haben sie aber nicht nur 32 Techniken geübt, sondern auch spürbar mehr Kraft, Ausdauer und Körpergefühl.

Eine Stunde-für-Stunde-Übersicht veröffentlichen wir bewusst nicht: Der genaue Ablauf richtet sich nach Gruppe, Alter und Vorerfahrung. Was in der jeweiligen Woche dran ist, erfahrt Ihr im Training.

Passt die Altersgruppe nicht?Kids · ab 6 JahreKrav Maga · ab 16 Jahre

Die Regeln

Fünf Regeln für den Ernstfall

Technik allein macht ein Kind nicht sicherer – unter Umständen sogar das Gegenteil. Deshalb steht über dem gesamten Teens-Programm ein festes Regelwerk. Es beantwortet die Frage, die Eltern zuerst stellen: Lernt mein Kind hier zuzuschlagen? Nein. Es lernt vor allem, warum es das gerade nicht tut.

Regel 1

Geh dem Kampf aus dem Weg

Wo immer es möglich ist, wird der Konflikt vermieden. Weggehen ist kein Verlieren, sondern die erste und wichtigste Fähigkeit.

Regel 2

Wirst Du körperlich angegriffen, verteidige Dich

Sich wehren zu dürfen, ist kein Widerspruch zu Regel 1. Wer weiß, dass er sich verteidigen kann, muss viel seltener beweisen, dass er es kann.

Regel 3

Bei Beleidigungen: Ansprechen, Bescheid geben, standhalten

Drei Schritte in dieser Reihenfolge: Den anderen ruhig und deutlich auffordern aufzuhören; Lehrkräfte und Eltern einbeziehen; und wenn das nichts ändert, verbal standhalten, ohne sich provozieren zu lassen.

Regel 4

Nicht schlagen, nicht treten

Auch in der körperlichen Auseinandersetzung geht es nicht darum, jemanden zu verletzen, sondern darum, die Lage zu kontrollieren und ein Ende auszuhandeln.

Regel 5

Kontrolle nur mit so wenig Kraft wie nötig

Kontrolltechniken werden dosiert eingesetzt und immer mit dem Angebot verbunden, die Sache zu beenden. Sobald der andere aufhört, hört auch die Technik auf.

Das Gespräch danach

Wenn es doch passiert ist, entscheidet oft, was das Kind hinterher erzählen kann. Deshalb üben wir nicht nur Technik, sondern auch das Gespräch im Sekretariat und zu Hause: Was habe ich vorher versucht, um es zu vermeiden? Warum habe ich niemanden verletzt? Kinder, die das erklären können, stehen in der Schule und zu Hause deutlich besser da.

Schulen arbeiten fast überall mit Null-Toleranz-Regeln. Die reduzieren körperliche Auseinandersetzungen spürbar – gegen verbale Angriffe und Ausgrenzung helfen sie kaum, obwohl gerade die langfristig oft mehr Schaden anrichten. Genau diese Lücke schließt das Regelwerk.

Regelwerk in Anlehnung an die „Rules of Engagement“ des Gracie-Bullyproof-Programms (Gracie Jiu-Jitsu Academy), ergänzt um die Trainingsstandards der Streetwise Academy.

Termine

6 feste Zeiten pro Woche

Young Teens und Teens trainieren getrennt – achte beim Buchen auf die Altersgruppe. Ein Klick auf einen Termin führt zum Buchungsplan mit genau diesem Kurs, ein Klick auf den Namen zum Trainerprofil.

Mo16:00bis 17:00 UhrYoung Teens · 9–12 Jahre · mit ElioBuchen
Mo17:00bis 18:00 UhrTeens · 13–16 Jahre · mit ElioBuchen
Mi17:00bis 18:00 UhrTeens · 13–16 Jahre · mit AgoeBuchen
Do16:30bis 17:30 UhrYoung Teens · 9–12 Jahre · mit ElioBuchen
Fr17:00bis 18:00 UhrTeens · 13–16 Jahre · mit AnneBuchen
Sa9:00bis 10:00 UhrYoung Teens · 9–12 Jahre · mit AnneBuchen

Instruktor*innen

Wer Euch unterrichtet

Die Teens-Einheiten werden von ausgebildeten Instruktor*innen der Streetwise Academy geleitet, die speziell für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geschult sind. Ein Klick aufs Porträt führt zum Profil.

Einblicke

Aus dem Training

Zwei Mädchen trainieren Schlagtechniken mit Pratzen im Teens-Kurs der Streetwise Academy BerlinKrav-Maga-Training in der Streetwise Academy BerlinKinder und Jugendliche beim Athletiktraining im FreienKinder- und Jugendtraining in der Halle der Streetwise Academy Berlin

Sieben Tage kostenlos mittrainieren

Ihr meldet Euch kostenlos an, ladet die Studio-App und bucht die passende Gruppe – sieben Tage lang, ohne Verpflichtung. Equipment wird nicht benötigt, bequeme Sportkleidung reicht. Eltern dürfen beim ersten Mal gern zuschauen.