Personnel File

Oliver Doron Hoffmann

er/ihn

Oliver ist Sicherheitsunternehmer und Fachmann für Terrorabwehr. Den größten Teil seiner Arbeit macht die operative Praxis aus: Schutz bedrohter Personen und Organisationen, Sicherheitskonzepte für Hochrisiko-Umgebungen und Ausbildung weltweit. Die Streetwise Academy ist davon der sichtbare, kleinere Teil.

Level12345

Biographie

Vom Bunker in die Mehlitzstraße

Herkunft

Oliver Doron Hoffmann ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Sechs Jahre alt war er, als seine Familie beschloss, nach Israel zu gehen. Das erste Schuljahr 1981 verbrachte er zur Hälfte im Unterricht und zur Hälfte im Luftschutzbunker; aus dem Libanon kamen Raketen. In dieses Jahr fällt auch der erste Terroranschlag, den er erlebt hat — mit der Mutter an der einen Hand und der Schwester an der anderen. „Das nimmt man nicht einfach so hin", sagt er heute darüber. Nach einem halben Jahr im Bunker entschied die Familie, zurück nach Deutschland zu gehen.

Nationalsozialismus

Die Familie stammt von hier. Sein Urgroßvater, der Rechtsanwalt Dr. Manfred Herzfeld, trat 1921 in eine Celler Kanzlei ein, die dadurch zu einer der größten des Oberlandesgerichtsbezirks wurde — und lange die einzige war, die von jüdischen Anwälten betrieben wurde. Nach dem Boykott vom April 1933 lag die Praxis binnen eines Jahres still. Seine Zulassung behielt er zunächst; was ihn schließlich vertrieb, war eine Straßenszene: Im August 1935 hinderten ihn SA-Leute in Hannover daran, ein jüdisches Geschäft zu betreten. Frau und Tochter waren da längst fort, 1933 und 1934. Er ging als Letzter, „fluchtartig", nach Jerusalem. Beim Novemberpogrom 1938 verwüsteten sie Kanzlei und Wohnung, obwohl beide leer standen. Drei Stolpersteine liegen heute vor dem Haus in der Schwicheldtstraße.

Nach der Schoa

Bemerkenswert ist, was danach kam: 1950 nahm Herzfeld ein Angebot der Jewish Restitution Successor Organization an und kehrte nach Deutschland zurück, um für Überlebende Wiedergutmachungsrecht zu betreiben — ab 1953 von Berlin aus, bis in die sechziger Jahre. Dass Schutz nichts Selbstverständliches ist, sondern etwas, das man organisieren muss, ist in dieser Familie keine Theorie. Und dass man zurückkommt, um ihn zu organisieren, offenbar auch nicht.

Der 11. September

An der Wand der Wilmersdorfer Halle hängt ein Bild der New Yorker Skyline nach dem 11. September 2001 — dort, wo die Zwillingstürme standen, ein Lichtdenkmal. Diesen Tag nennt Oliver eine Zäsur, persönlich und für seine Branche. Seither baut sich seine Arbeit von der Frage her auf, was Menschen und Einrichtungen tatsächlich schadet — und was dagegen wirkt.

Operative Arbeit

Den Kern bildet die operative Arbeit. Mit der High Risk Protection & Training Service schützt er bedrohte Personen und Organisationen, entwickelt Sicherheitskonzepte für Hochrisiko-Umgebungen und baut für Kunden einsatzbereite Krisenstabszentren auf.

Normale Menschen, Firmen, Clubs oder Baustellen können seine Firma nicht buchen. Er arbeitet ausschließlich für Personen und Organisationen, die durch Menschenfeinde bedroht sind — primär jüdische Gemeinden, israelische Organisationen, Menschenrechtsaktivist*innen und die zugehörigen NGOs. Nazis, Islamisten, Rassisten, Incels und Antisemiten haben bei ihm nichts zu lachen. Denn seine Firma tut, anders als andere, was getan werden muss, ohne zu zögern — sie „tut, was nötig ist", wie es die Süddeutsche Zeitung formuliert hat.

Er unterrichtet weltweit — Polizei, Militär und Sicherheitsdienstleister — und ist weiterhin persönlich in Krisenregionen unterwegs. Was er zu Ablauf, Dynamik und Wirkung von Anschlägen sagt, stammt aus fast drei Jahrzehnten dieser Praxis und nicht aus einer Lagebeurteilung vom Schreibtisch.

Krav Maga und die Academy

Seine Krav-Maga-Laufbahn begann 1997. Ausgebildet wurde er in Israel, wo er behördlich u. a. zum Nahkampf- und Schießtrainer gemacht wurde. 2014 eröffnete er die Streetwise Academy in der Mehlitzstraße in Berlin-Wilmersdorf: 350 Quadratmeter, zwei Hallen, rund zwanzig Trainerinnen und Trainer. Gemessen am Gesamtumfang seiner Tätigkeit ist die Academy der kleinere Teil — aber der öffentlich sichtbare, und der Ort, an dem das Wissen aus der operativen Arbeit an Zivilistinnen und Zivilisten weitergegeben wird.

Eine Konstante

Seine Einschätzung zum staatlichen Schutzniveau ist seit über zehn Jahren dieselbe. 2014 rechnete er in der Welt vor, dass ein deutscher Wachmann in seiner gesamten Ausbildung gerade einmal fünfzig Schuss abgibt — seine eigene Firma verbraucht im Training rund fünfzigtausend im Jahr. 2021 fasste er es im Tagesspiegel so zusammen: „Wir müssen oft ersetzen, was der Staat zurzeit noch nicht leistet." Dazwischen liegen Halle, Wien, Colleyville und der 7. Oktober.

Man muss immer das Unmögliche für möglich halten.

Der Tagesspiegel, 10. September 2021

Bilder

Scharfschützen-Ausbildung im Ghillie-Anzug
Fahrzeug-Drill mit Langwaffe
Auf der Schießbahn
Waffentraining
Im Einsatz
Ausbildung mit Soldaten der IDF

Haltung

Es muss moralisch astrein sein

Wer in der Streetwise Academy trainieren will, führt zuerst ein Gespräch mit ihm. Er will wissen, wen er ausbildet: Keine potenziellen Gewalttäter, sondern Menschen, die sich verteidigen wollen. Alles, was er zeigt, dürfen seine Schülerinnen und Schüler nur einsetzen, um sich selbst oder anderen zu helfen. Als er einmal bemerkte, dass unter seinen Schülern ein Aktivist der rechtsextremen Identitären Bewegung war, setzte er ihn umgehend vor die Tür.

Diese Linie ist keine Privatsache, sondern schriftlich festgelegt. Der Ethik-Kodex der Academy — fünfzehn Grundsätze, an denen sich alle Instruktorinnen und Instruktoren messen lassen — beginnt mit null Toleranz gegenüber Menschenfeindlichkeit und benennt ausdrücklich, wer hier nicht unterrichtet wird: Nazis, Antisemiten, Islamisten, Rassisten, Incels.

Ebenso ausdrücklich steht dort, was nicht versprochen wird — etwa, dass Krav Maga jedes Problem löse. Stattdessen werden Grenzen und Möglichkeiten der eigenen Fähigkeiten benannt. Gewalt gilt als professionelles Mittel, aber als letztes und sorgfältig abgewogenes, mit dem Ziel, den Schaden auch beim Gegner so gering wie möglich zu halten. Und sie endet nicht an der Hallentür: Zivilcourage, Erste Hilfe und die Bereitschaft, für Schwächere einzutreten, stehen im Kodex gleichrangig neben allem Technischen.

Trainiere so viel, dass Du nicht töten musst.

Imi Lichtenfeld, zitiert im Ethik-Kodex der Streetwise Academy

Methode

Kontrolle übernehmen, statt zu kämpfen

Krav Maga heißt übersetzt Kontaktkampf, aber das Ziel ist nicht der Kampf. Es geht darum, Kontrolle zu übernehmen, um die Auseinandersetzung zu verhindern — das Gegenteil von Hilflosigkeit. Der größere Teil der Arbeit passiert deshalb, bevor überhaupt jemand die Hand hebt.

Was dann trainiert wird, folgt einer einfachen Regel aus dem Ethik-Kodex: Für jedes Problem gibt es genau eine Lösung, und die muss auch unter Stress flüssig ablaufen. Komplexität führt unter Druck zu Verwirrung.

Entsprechend unbequem ist das Training. Rauchanlage, Pyrotechnik, Lärm, Sirenen, Szenarien — es geht darum, unter Stress schnell und richtig zu entscheiden. Dazu gehört auch Ehrlichkeit über den Preis: Wer einen Messerangriff erfolgreich abgewehrt hat, trägt einer Studie zufolge im Schnitt neunzehn Verletzungen davon. Überlebt hat er, weil er sich gewehrt hat.

Und die Arbeit endet nicht bei der Technik. Mentale Stärke, Resilienz und der Umgang mit Angst stehen im Kodex gleichberechtigt neben den körperlichen Fähigkeiten — gerade für Menschen, die etwas erlebt haben.

Mit anderen über Ängste zu reden, ist enorm wichtig. Das Allerwichtigste ist, nicht allein damit umzugehen.

Jüdische Allgemeine, Dezember 2023

Skill Sheet

Olivers Werte

Kein Bauchgefühl, sondern ein Profil: Wo seine Schwerpunkte liegen und wo andere im Haus stärker sind.

RealitätsnäheSystem-verständnisWaffen &FremdwaffenEinsatzpraxisNotfallmedizinBewegungsbreiteRuhe & DidaktikArbeit mitJugendlichen

Fakten

Krav Magaseit 1997
Academyseit 2014
Operativseit den 1990ern
Einsatzraumweltweit
Schwerpunkte6 Felder

Spezialisierungen

Terrorabwehr und LageeinschätzungAblauf, Dynamik und Wirkung von Anschlägen; Schutzmaßnahmen für gefährdete Einrichtungen.
PersonenschutzSchutz bedrohter Personen und Organisationen, national und international.
Ausbildung von BehördenPolizei, Militär und Sicherheitsdienstleister — Einsatztraining, Tactical Shooting, TCCC und TECC.
Crisis Management CenterAufbau und Stellung einsatzbereiter Krisenstabszentren für Kunden.
Krav MagaSeit 1997, Ausbildung in Israel; IKF- und MADOR-Anbindung, Instruktorenausbildung im In- und Ausland.
Vorträge und FallanalysenLessons Learned, October 7th, Predictive Profiling, Behavioural Threat Detection.

Die acht Achsen zeigen Schwerpunkte auf einer Skala von 1 (Grundlagen) bis 5 (Referenz im Haus) – keine Bewertung, sondern ein Profil. Der Krav-Maga-Level oben im Kopfbereich ist davon unabhängig; seine Farben entsprechen den Levelfarben im Training.

In den Medien

Wenn eine Lage läuft, rufen Redaktionen an

Oliver wird seit Jahren als Fachmann zu Terrorlagen, Antisemitismus und Selbstverteidigung befragt — im Fernsehen live während laufender Lagen, in Reportagen und Interviews. Was er dabei nicht tut: Spekulieren, Ermittlungen kommentieren oder Angst verstärken.

BILD TVTV · 02.11.2020Live-Schalte zum Anschlag in WienAls Anti-Terror-Experte in der Breaking-News-Strecke, im Gespräch mit Paul Ronzheimer.Zum Original ›Der TagesspiegelZeitung · 13.10.2023Die Hatikvah auf der Sonnenallee laut aufgedrehtNach dem Angriff der Hamas: „Die Buchungen sind um über 500 Prozent gestiegen."Zum Original ›WELTZeitung · 26.01.2022Dieser Mann bereitet Berliner Juden auf den Ernstfall vorGroße Reportage von Frederik Schindler über Sicherheitsarbeit, Krav Maga und die Academy.Zum Original ›Der TagesspiegelZeitung · 10.09.2021Ausgebildet in Israel: Diese Berliner Personenschützer stellen sich Terror und Gewalt entgegenVon Christoph M. Kluge. Der 11. September 2001 als Zäsur — persönlich und für die Branche.Zum Original ›Der TagesspiegelInterview · 18.05.2021Jüdischer Sicherheitsexperte aus BerlinInterview von Tilman Schröter zu den Auswirkungen des Nahostkonflikts in Berlin.Zum Original ›Der TagesspiegelZeitung · 29.10.2020Weil der Staat sie nicht schützen kannReportage über Selbstverteidigung als Antwort auf antisemitische Gewalt.Zum Original ›Jüdische AllgemeineZeitung · 12.12.2023»Alles, nur nicht abwarten«Erfahrungsbericht aus dem Training — Vier-Zonen-Modell, Messerabwehr, Handlungsfähigkeit.Zum Original ›Mena-WatchOnline · 17.09.2018Als Experte in zwei ARD/ZDF-DokumentationenMedienkritik, die seine Einordnung der Bedrohungslage als einzige Klartext-Passage hervorhebt.Zum Original ›WELTZeitung · 30.07.2014Israel schützt Juden in Europa mit SoldatenGil Yaron über den Schutz jüdischer Einrichtungen in Europa — und über 50 Schuss in der gesamten Ausbildung eines Wachmanns.Zum Original ›BILDZeitung · 11.10.2019Juden müssen für Wachdienste vor Synagogen zuzahlenZwei Tage nach dem Anschlag von Halle: Warum Gemeinden ihren Schutz selbst organisieren.Nur in der PrintausgabeSüddeutsche ZeitungProfil · 26.05.2021Beschützer von Juden in DeutschlandRonen Steinke über rund fünfzig betreute Einrichtungen, den Kindergarten am Morgen und eine Familiengeschichte.Nur in der PrintausgabeJüdische AllgemeineZeitung · 02.01.2017Sich trauen, eine reinzuzimmernErfahrungsbericht aus dem Anfängerkurs: Wie man Hemmungen abtrainiert.Zum Original ›

Anfragen

Wofür er gebucht wird

Vorträge und Fallanalysen für Unternehmen, Behörden, Redaktionen und Bildungseinrichtungen. Gefährdungsbeurteilungen und Schutzkonzepte für Organisationen. Live-Einordnung für Redaktionen bei akuten Lagen, kurzfristig, wenn der Kalender es hergibt. Thema, Tiefe und Länge werden vorher abgestimmt.

Persönlich

Olivers Empfehlungen

Was er hört, liest und sieht – und was das mit der Arbeit zu tun hat.

Olivers Playlist

Musik im Training

Was auf der Anlage läuft, wenn er selbst auf der Matte steht.

Buch-Tipp

Der Gesang der Flusskrebse

Delia Owens erzählt von einem Menschen, der allein überlebt, weil er seine Umgebung genauer liest als alle anderen. Wahrnehmung ist kein Bauchgefühl, sondern eine Fertigkeit — das ist der rote Faden zu allem, was wir unterrichten.

Zum Buch ›

Film-Tipp

Train Dreams (2025)

Auf Netflix. Ein stiller Film über ein Leben, das von Ereignissen umgeworfen wird, die niemand kommen sah — und über die Frage, was danach trägt.

Zum Film ›

Auf der Matte oder im Vortragsraum

Oliver unterrichtet weiterhin selbst in der Academy. Wer ihn erleben will, kommt am einfachsten ins Probetraining — oder bucht ihn für einen Vortrag.

🇬🇧 English Version
Personnel File

Oliver Doron Hoffmann

he/him

Oliver is a security entrepreneur and counter-terrorism specialist. Most of his work is operational practice: protecting threatened people and organisations, security concepts for high-risk environments, and training worldwide. The Streetwise Academy is the visible, smaller part of it.

Level12345

Biography

From the Bunker to Mehlitzstraße

Origins

Oliver Doron Hoffmann was born and raised in Berlin. He was six years old when his family decided to move to Israel. He spent half of his first school year, 1981, in class and the other half in an air-raid shelter; rockets were coming in from Lebanon. That year also brought the first terrorist attack he ever experienced — his mother holding one hand, his sister the other. „You don’t just let that stand", he says about it today. After six months of bunker life, the family decided to return to Germany.

National Socialism

The family’s roots are here. His great-grandfather, the lawyer Dr. Manfred Herzfeld, joined a law firm in Celle in 1921, making it one of the largest in the region — and for a long time the only one run by Jewish lawyers. After the boycott of April 1933, the practice fell silent within a year. He initially kept his admission to the bar; what finally drove him out was a street scene: in August 1935, SA men in Hanover barred him from entering a Jewish shop. His wife and daughter had long since left, in 1933 and 1934. He was the last to go, „in headlong flight", to Jerusalem. During the November pogrom of 1938 they ransacked his office and his home, although both stood empty. Three Stolpersteine lie in front of the house on Schwicheldtstraße today.

After the Shoah

What came next is remarkable: in 1950, Herzfeld accepted an offer from the Jewish Restitution Successor Organization and returned to Germany to practise restitution law for survivors — from 1953 based in Berlin, well into the sixties. That protection is not a given but something you have to organise is no abstract theory in this family. And neither, apparently, is coming back to organise it.

September 11

On the wall of the Wilmersdorf hall hangs a picture of the New York skyline after September 11, 2001 — a memorial of light where the Twin Towers stood. Oliver calls that day a turning point, personally and for his industry. Ever since, his work has been built around one question: what actually harms people and institutions — and what works against it.

Operational Work

Operational work forms the core. With High Risk Protection & Training Service, he protects threatened people and organisations, develops security concepts for high-risk environments and builds fully operational crisis-management centres for clients.

Ordinary individuals, companies, clubs or construction sites cannot book his firm. He works exclusively for people and organisations threatened by those who hate them — primarily Jewish communities, Israeli organisations, human-rights activists and their NGOs. Nazis, Islamists, racists, incels and antisemites get no quarter here. Because his firm, unlike others, does what needs to be done without hesitation — it „does what is necessary", as the Süddeutsche Zeitung put it.

He teaches worldwide — police, military and security providers — and still travels to crisis regions himself. What he says about the course, dynamics and impact of attacks comes from almost three decades of this practice, not from a desk-based assessment.

Krav Maga and the Academy

His Krav Maga career began in 1997. He was trained in Israel, where state authorities certified him as, among other things, a close-combat and firearms instructor. In 2014 he opened the Streetwise Academy on Mehlitzstraße in Berlin-Wilmersdorf: 350 square metres, two halls, around twenty instructors. Measured against the full scope of his work, the Academy is the smaller part — but the publicly visible one, and the place where knowledge from operational work is passed on to civilians.

A Constant

His assessment of the level of state protection has been the same for over ten years. In 2014 he calculated in Welt that a German security guard fires just fifty rounds in his entire training — his own company goes through around fifty thousand a year. In 2021 he summed it up in Tagesspiegel like this: „We often have to replace what the state cannot yet provide." In between lie Halle, Vienna, Colleyville and October 7.

You always have to consider the impossible possible.

Der Tagesspiegel, September 10, 2021

Principles

It has to be morally clean

Anyone who wants to train at the Streetwise Academy first has a conversation with him. He wants to know who he is training: no potential perpetrators of violence, but people who want to defend themselves. Everything he teaches may only be used by his students to help themselves or others. When he once noticed that one of his students was an activist of the far-right Identitarian movement, he showed him the door immediately.

This line is not a private matter — it is set down in writing. The Academy’s Code of Ethics — fifteen principles all instructors are held to — begins with zero tolerance for hatred and states explicitly who will not be taught here: Nazis, antisemites, Islamists, racists, incels.

The code is just as explicit about what is not promised — for instance, that Krav Maga solves every problem. Instead, it names the limits and possibilities of one’s own abilities. Violence counts as a professional tool, but as the last and most carefully weighed one, with the goal of keeping harm — including to the attacker — as low as possible. And it does not end at the gym door: civil courage, first aid and the willingness to stand up for the weaker rank equally with everything technical in the code.

Train so well that you never have to kill.

Imi Lichtenfeld, as quoted in the Streetwise Academy Code of Ethics

Method

Taking control instead of fighting

Krav Maga translates as contact combat, but the goal is not the fight. It is about taking control in order to prevent the confrontation — the opposite of helplessness. That is why the larger part of the work happens before anyone even raises a hand.

What is trained then follows a simple rule from the Code of Ethics: for every problem there is exactly one solution, and it has to run smoothly even under stress. Complexity leads to confusion under pressure.

The training is correspondingly uncomfortable. Smoke machines, pyrotechnics, noise, sirens, scenarios — it is about deciding fast and deciding right under stress. That includes honesty about the price: according to one study, someone who has successfully fended off a knife attack carries an average of nineteen injuries from it. He survived because he fought back.

And the work does not end with technique. Mental strength, resilience and dealing with fear stand on equal footing with physical skills in the code — especially for people who have been through something.

Talking to others about fears is enormously important. The most important thing of all is not to deal with them alone.

Jüdische Allgemeine, December 2023

Skill Sheet

Oliver’s Profile

Not a gut feeling but a profile: where his strengths lie — and where others in the house are stronger.

RealismSystemsthinkingWeapons &improvisedField experienceEmergency medicineMovement rangeCalm & teachingWork withteenagers

Facts

Krav Magasince 1997
Academysince 2014
Operationalsince the 1990s
Area of operationsworldwide
Focus areas6 fields

Specializations

Counter-terrorism and situation assessmentCourse, dynamics and impact of attacks; protective measures for institutions at risk.
Close protectionProtection of threatened people and organisations, at home and abroad.
Training government agenciesPolice, military and security providers — operational training, tactical shooting, TCCC and TECC.
Crisis Management CenterBuilding and staffing fully operational crisis-management centres for clients.
Krav MagaSince 1997, trained in Israel; affiliated with IKF and MADOR, instructor training in Germany and abroad.
Lectures and case analysesLessons Learned, October 7th, Predictive Profiling, Behavioural Threat Detection.

The eight axes show focus areas on a scale from 1 (fundamentals) to 5 (in-house reference) — not a rating but a profile. The Krav Maga level in the header is independent of this; its colours match the level colours used in training.

In the Media

When a situation is unfolding, newsrooms call

For years, Oliver has been consulted as an expert on terrorist situations, antisemitism and self-defence — live on television while situations unfold, in features and interviews. What he does not do: speculate, comment on investigations or amplify fear.

BILD TVTV · 02.11.2020Live on air during the Vienna attackAs counter-terrorism expert on the breaking-news desk, in conversation with Paul Ronzheimer.View original ›Der TagesspiegelNewspaper · 13.10.2023Die Hatikvah auf der Sonnenallee laut aufgedrehtAfter the Hamas attack: „Bookings have risen by more than 500 percent."View original ›WELTNewspaper · 26.01.2022Dieser Mann bereitet Berliner Juden auf den Ernstfall vorIn-depth feature by Frederik Schindler on security work, Krav Maga and the Academy.View original ›Der TagesspiegelNewspaper · 10.09.2021Ausgebildet in Israel: Diese Berliner Personenschützer stellen sich Terror und Gewalt entgegenBy Christoph M. Kluge. September 11, 2001 as a turning point — personally and for the industry.View original ›Der TagesspiegelInterview · 18.05.2021Jüdischer Sicherheitsexperte aus BerlinInterview by Tilman Schröter on the impact of the Middle East conflict in Berlin.View original ›Der TagesspiegelNewspaper · 29.10.2020Weil der Staat sie nicht schützen kannFeature on self-defence as an answer to antisemitic violence.View original ›Jüdische AllgemeineNewspaper · 12.12.2023»Alles, nur nicht abwarten«First-hand report from training — four-zone model, knife defence, staying capable of action.View original ›Mena-WatchOnline · 17.09.2018As expert in two ARD/ZDF documentariesA media review highlighting his assessment of the threat level as the only plain-spoken passage.View original ›WELTNewspaper · 30.07.2014Israel schützt Juden in Europa mit SoldatenGil Yaron on the protection of Jewish institutions in Europe — and on fifty rounds in a guard’s entire training.View original ›BILDNewspaper · 11.10.2019Juden müssen für Wachdienste vor Synagogen zuzahlenTwo days after the Halle attack: why communities organise their own protection.Print edition onlySüddeutsche ZeitungProfile · 26.05.2021Beschützer von Juden in DeutschlandRonen Steinke on around fifty protected institutions, the kindergarten in the morning and a family history.Print edition onlyJüdische AllgemeineNewspaper · 02.01.2017Sich trauen, eine reinzuzimmernFirst-hand report from the beginners’ course: how to train away inhibitions.View original ›

Booking

What he is booked for

Lectures and case analyses for companies, government agencies, newsrooms and educational institutions. Threat assessments and protection concepts for organisations. Live analysis for newsrooms during unfolding situations, at short notice when the calendar allows. Topic, depth and length are agreed in advance.

Personal

Oliver’s Recommendations

What he listens to, reads and watches — and what it has to do with the work.

Oliver’s Playlist

Music in training

What plays on the sound system when he is on the mat himself.

Book tip

Where the Crawdads Sing

Delia Owens tells the story of a person who survives alone because she reads her surroundings more closely than anyone else. Perception is not a gut feeling but a skill — that is the thread running through everything we teach.

View the book ›

Film tip

Train Dreams (2025)

On Netflix. A quiet film about a life upended by events nobody saw coming — and about what carries you afterwards.

View the film ›

On the mat or in the lecture room

Oliver still teaches at the Academy himself. The easiest way to experience him is a trial session — or book him for a lecture.